Grenzen setzen & Selbstwert stärken

Du sagst zu allem Ja, machst es allen recht – und bleibst selbst auf der Strecke. Hier lernst du, Nein zu sagen, ohne dich schuldig zu fühlen und ohne dich zu verhärten. In Wetzikon oder online in der ganzen Schweiz.

Kennst du das?

  • Du sagst Ja, bevor du überlegt hast, ob du eigentlich willst.
  • Du entschuldigst dich für Dinge, die keine Entschuldigung brauchen.
  • Du merkst deine Grenze erst, wenn sie längst überschritten ist – und bist dann wütend auf dich selbst.
  • Du hältst Harmonie aufrecht, auch wenn es dich innerlich etwas kostet.
  • Du fühlst dich verantwortlich für die Stimmung anderer.
  • Du weisst genau, was alle um dich herum brauchen – und hast keine Ahnung, was du selbst willst.

Wenn du bei den meisten Punkten genickt hast: Du bist nicht zu weich. Du hast früh gelernt, dass es sicherer ist, gebraucht zu werden, als etwas zu brauchen – und niemand hat dir gezeigt, wie man das wieder verlernt.

Ich kenne den Chamäleon-Effekt aus eigener Erfahrung

Bevor ich Coach wurde, war ich Ingenieur, Projektleiter, Teamleiter – und ich war ausgesprochen gut darin, in jeder Runde zu dem zu werden, was gerade gebraucht wurde. Ich nenne das heute den Chamäleon-Effekt: Man passt sich an, alle sind zufrieden, und man selbst verliert Stück für Stück den Kontakt zu dem, was man eigentlich will.

Das funktioniert erstaunlich lange. Bei mir endete es in einem Burnout. Erst danach habe ich verstanden, dass mein Problem nie zu viel Arbeit war, sondern zu wenig Nein.

Deshalb arbeite ich heute besonders gern mit Menschen, die «zu nett» sind – Frauen wie Männer. Nicht, weil ich ein Buch darüber gelesen habe, sondern weil ich weiss, wie sich das anfühlt und wie der Weg zurück aussieht.

Meine ganze Geschichte steht auf Über mich.

Was People-Pleasing ist – und was nicht

Der Alltagsbegriff meint ein Muster: Die Bedürfnisse anderer werden automatisch über die eigenen gestellt, Konflikte werden vermieden, Zustimmung wird zur Währung. In der Psychologie gibt es dafür ältere und präzisere Begriffe – etwa Soziotropie oder Unterwerfungs- und Selbstaufopferungsschemata. Gemeinsam ist ihnen: Der eigene Wert wird daran gemessen, wie sehr man gebraucht wird.

Keine Charakterschwäche

Anpassung war einmal eine kluge Strategie – meistens früh gelernt, in einem Umfeld, in dem Ja sagen sicherer war als Nein sagen. Sie hat dich weit gebracht. Sie kostet dich heute nur zu viel.

Keine Diagnose

«People-Pleasing» steht in keinem Diagnosekatalog. Es ist ein Muster, keine Krankheit – und Muster lassen sich verändern, ohne dass du dazu «behandelt» werden müsstest.

Kein Grund, hart zu werden

Grenzen setzen heisst nicht, kalt oder egoistisch zu werden. Die Menschen, die am schwersten Nein sagen, sind meist die, die am meisten für andere da sind. Das soll so bleiben – nur nicht mehr auf deine Kosten.

Ausführlicher habe ich das hier beschrieben: People-Pleasing: Warum wir es allen recht machen wollen und Grenzen setzen ohne Schuldgefühle.

Wie wir zusammen arbeiten

Kein Programm von der Stange – der Ablauf richtet sich nach dir. Das hier ist der rote Faden dahinter.

1

Muster erkennen

Woher kommt dein Ja-Reflex? Wir schauen konkret hin: In welchen Situationen, bei welchen Menschen, mit welchem Gefühl danach. Nicht, um Schuldige zu finden, sondern um den Mechanismus zu verstehen.

2

Eigene Standards sortieren

Was ist ein echtes Bedürfnis, was ein Anspruch, den du irgendwann übernommen hast? Erst wenn du das trennen kannst, weisst du überhaupt, wo deine Grenze liegt.

3

Nein sagen üben

Konkrete Formulierungen für Familie, Partnerschaft und Job – klar, freundlich, ohne Rechtfertigungsmarathon. Wir üben das im Coaching, bevor du es im echten Leben brauchst.

4

Schuldgefühle aushalten

Das erste Nein fühlt sich falsch an. Das ist kein Zeichen, dass es falsch war – sondern dass ein altes Muster protestiert. Du lernst, dieses Gefühl einzuordnen, statt ihm nachzugeben.

5

Selbstwert aufbauen

Der eigentliche Kern: ein Selbstwert, der nicht davon abhängt, wie sehr du gebraucht wirst. Damit Nein sagen nicht mehr jedes Mal ein Kraftakt ist.

Was du daraus mitnimmst

  • deine Grenze zu spüren, bevor sie überschritten ist
  • Nein zu sagen, ohne dich tagelang dafür zu rechtfertigen
  • den Unterschied zwischen «Ich will das» und «Ich sollte das» zu erkennen
  • Erwartungen anderer wahrzunehmen, ohne sie automatisch zu erfüllen
  • Konflikte auszuhalten, statt sie um jeden Preis zu vermeiden
  • für dich zu sorgen, ohne dich dafür schuldig zu fühlen

Das Coaching passt zu dir, wenn du …

  • dich in den Punkten oben wiedererkennst
  • am Abend oft leer bist, obwohl du «nur» für andere da warst
  • in Beziehungen und im Job immer wieder in dieselbe Rolle rutschst
  • gemerkt hast, dass Harmonie um jeden Preis dich krank macht
  • wissen willst, was du eigentlich willst – nicht nur, was von dir erwartet wird

Und die ehrliche Abgrenzung: Coaching ist keine Psychotherapie. Wenn hinter dem Muster etwas steckt, das therapeutische Hilfe braucht – etwa eine Depression, eine Angststörung oder Erfahrungen, die noch nicht verarbeitet sind – sage ich dir das, auch wenn du dann keine Sitzungen bei mir buchst. Mehr dazu: Coaching oder Therapie?

Praktisches

Wo
In Wetzikon (Ettenhauserstrasse 46) oder online via Zoom – online funktioniert bei diesem Thema erfahrungsgemäss genauso gut wie vor Ort.
Wie lange
60 Minuten pro Sitzung.
Was es kostet
CHF 140 vor Ort, CHF 130 online. Einzeln buchbar oder als Paket – alle Details auf Coaching-Pakete.
Erster Schritt
Ein kostenloses Kennenlerngespräch – unverbindlich, via Zoom oder Telefon. Kein Verkaufsgespräch: Du buchst am Ende nichts und entscheidest in Ruhe.

Du darfst Nein sagen – und trotzdem ein guter Mensch sein

Genau daran arbeiten wir: nicht härter werden, sondern ehrlicher. In deinem Tempo, mit konkreten Werkzeugen für den Alltag.

Dein Fortschritt ist meine Freude.