Coaching für hochsensible Menschen

Du nimmst mehr wahr als andere – und zahlst dafür. Hier lernst du, deine Sensibilität zu steuern, statt von ihr gesteuert zu werden. In Wetzikon oder online in der ganzen Schweiz.

Kurz gesagt: Coaching für hochsensible Erwachsene – von einem Coach, der selbst hochsensibel ist. Wir arbeiten an Reizmanagement, Abgrenzung und Erholung, auf Deutsch oder Englisch, in Wetzikon oder online in der ganzen Schweiz. 60 Minuten, CHF 140 vor Ort oder CHF 130 online. Wenn du zuerst wissen willst, ob Hochsensibilität bei dir das Thema ist: Mach den kostenlosen HSP-Test.

Kennst du das?

  • Nach einem vollen Tag brauchst du zwingend Zeit für dich – sonst wirst du dünnhäutig.
  • Du merkst Stimmungen im Raum, bevor jemand etwas gesagt hat.
  • Grossraumbüro, Einkaufszentrum, laute Restaurants: Danach bist du leer.
  • Du denkst über Gespräche noch Tage später nach.
  • Kritik trifft dich tiefer, als du zeigen möchtest.
  • Du hast früh gelernt, dich anzupassen – und weisst manchmal nicht mehr, was du selbst willst.

Wenn du bei den meisten Punkten genickt hast: Du bist nicht zu empfindlich. Du verarbeitest Reize gründlicher – und das hat einen Preis, wenn niemand dir gezeigt hat, wie man damit haushaltet.

Ich bin selbst hochsensibel

Ich habe es spät herausgefunden – erst durch mein eigenes Burnout. Davor war ich Entwicklungsingenieur, Projektmanager, IT-Consultant und Teamleiter, und ich hielt mich für rational und robust. Dass ich Reize anders verarbeite als die meisten, kam mir nie in den Sinn.

Stattdessen hatte ich mir etwas antrainiert, das ich heute den Chamäleon-Effekt nenne: Ich passte mich an, wurde in jeder Runde zu dem, was gerade gebraucht wurde – und verlor dabei den Kontakt zu mir selbst. Das funktioniert erstaunlich lange. Bis es nicht mehr funktioniert.

Deshalb arbeite ich heute besonders gern mit Hochsensiblen. Nicht, weil ich ein Buch darüber gelesen habe, sondern weil ich weiss, wie sich der Zustand anfühlt – und wie der Weg zurück aussieht.

Meine ganze Geschichte steht auf Über mich.

Was Hochsensibilität ist – und was nicht

Der Fachbegriff lautet Sensory Processing Sensitivity. Die Psychologin Elaine Aron und ihr Mann Arthur Aron haben das Merkmal 1997 beschrieben und mit der Highly Sensitive Person Scale ein Messinstrument dafür entwickelt. Elaine Aron schätzte den Anteil hochsensibler Menschen in ihren frühen Studien auf 15 bis 20 Prozent; eine Studie von Lionetti und Kollegen (2018) ordnete rund 31 Prozent der Befragten der hochsensiblen Gruppe zu.

Beschrieben wird damit eine gründlichere Verarbeitung von Reizen: Wer hochsensibel ist, nimmt Feinheiten stärker wahr, reagiert intensiver auf Sinneseindrücke und braucht mehr Zeit, um Erlebtes zu verarbeiten. Das gilt für Schönes genauso wie für Belastendes.

Keine Krankheit

Hochsensibilität steht in keinem Diagnosekatalog. Sie ist eine Temperamentsvariante, kein Defekt und nichts, was behandelt werden müsste.

Keine Ausrede

Sie erklärt, warum dir manches schwerer fällt. Sie nimmt dir nicht die Verantwortung dafür, wie du damit umgehst.

Keine Superkraft

Die Vorstellung von Hochsensiblen als besonders empathischen, fast übersinnlichen Menschen verkauft sich gut. Sie hält der Forschung nicht stand und hilft im Alltag niemandem.

Gibt es Hochsensibilität wirklich – oder ist das Pseudowissenschaft?

Die Forschung gibt es, aber sie ist jünger und weniger gefestigt als etwa die zu den grossen Persönlichkeitsdimensionen. Nach den ersten Studien der Arons von 1997 fand eine Studie von Lionetti und Kollegen 2018 nicht zwei, sondern drei Gruppen: wenig, mittel und hoch sensible Menschen. 2026 haben Pluess und Kollegen eine überarbeitete Fassung des Fragebogens veröffentlicht, die HSP-R; der kostenlose HSP-Test auf check.chw-coaching.ch verwendet ihre 18 Aussagen. Einiges, was im Netz über Hochsensible kursiert, geht weit über das hinaus, was diese Studien zeigen.

Ausführlicher habe ich das hier eingeordnet: Was ist Hochsensibilität?

Quellen: Aron & Aron (1997), Journal of Personality and Social Psychology 73(2)· Lionetti et al. (2018), Translational Psychiatry 8· Pluess et al. (2026), Personality and Individual Differences 257

Bist du hochsensibel? Finde es zuerst heraus

Bevor du ein Coaching buchst, kannst du kostenlos und anonym einen Selbsttest machen. Er ersetzt keine Diagnose – Hochsensibilität ist ja auch keine – aber er gibt dir eine Einordnung und eine Sprache für das, was du erlebst.

Zum kostenlosen HSP-Test

Wie du ein Testergebnis sinnvoll liest – und wo seine Grenzen liegen – steht in HSP-Test: Hochsensibilität verstehen und einordnen.

Wie wir zusammen arbeiten

Kein Programm von der Stange – der Ablauf richtet sich nach dir. Das hier ist der rote Faden dahinter.

1

Einordnen

Zuerst schauen wir, was bei dir tatsächlich los ist. Nicht jede Erschöpfung ist Hochsensibilität – und nicht jede Hochsensibilität ist das eigentliche Thema.

2

Reizquellen erkennen

Wir gehen deinen Alltag konkret durch: Welche Situationen kosten dich wirklich Energie, und welche hast du nur gelernt, als anstrengend zu erwarten?

3

Abgrenzen lernen

Der Kern der Arbeit. Grenzen setzen, ohne dich schuldig zu fühlen – und ohne dich dafür zu verhärten.

4

Regulieren üben

Konkrete Techniken für den Moment, in dem es zu viel wird: Atemübungen, Body Scan, kurze Achtsamkeitseinheiten aus dem MBSR-Ansatz.

5

Zurück zu dir

Wenn du dich lange angepasst hast, ist die eigentliche Frage nicht «Wie halte ich mehr aus?», sondern «Was will ich eigentlich?».

Was du daraus mitnimmst

  • deine Reizschwelle einzuschätzen, bevor du sie überschreitest
  • Erholung einzuplanen, statt sie dir hinterher zu verdienen
  • Nein zu sagen, ohne dich tagelang dafür zu rechtfertigen
  • den Unterschied zwischen «Ich spüre das» und «Das gehört mir» zu erkennen
  • in Gesprächen präsent zu bleiben, ohne dich zu verlieren
  • deine Wahrnehmungsfähigkeit dort einzusetzen, wo sie dir nützt

Das Coaching passt zu dir, wenn du …

  • dich in den Punkten oben wiedererkennst
  • oft erschöpft bist, ohne dass sich das an deiner Arbeitsmenge erklären lässt
  • dir in Gruppen und Grossraumbüros regelmässig zu viel wird
  • gemerkt hast, dass du dich seit Jahren anpasst
  • wissen willst, ob Hochsensibilität bei dir überhaupt das Thema ist

Und die ehrliche Abgrenzung: Coaching ist keine Psychotherapie. Wenn hinter der Erschöpfung etwas steckt, das ärztliche oder therapeutische Hilfe braucht, sage ich dir das – auch wenn du dann keine Sitzungen bei mir buchst. Mehr dazu: Coaching oder Therapie?

Praktisches

Wo
In Wetzikon (Ettenhauserstrasse 46) oder online via Zoom – online funktioniert bei diesem Thema erfahrungsgemäss sehr gut, gerade wenn dir Anreisen schon Energie kosten. Auf Deutsch oder Englisch.
Wie lange
60 Minuten pro Sitzung.
Was es kostet
CHF 140 vor Ort, CHF 130 online. Einzeln buchbar oder als Paket – alle Details auf Coaching-Pakete.
Erster Schritt
Ein kostenloses Kennenlerngespräch (rund 20 Minuten) – unverbindlich, via Zoom oder Telefon.

Häufige Fragen

Ist Hochsensibilität eine Diagnose?

Nein. Hochsensibilität steht in keinem Diagnosekatalog; sie gilt als Persönlichkeitsmerkmal, nicht als Krankheit. Wenn hinter deiner Erschöpfung etwas anderes steckt, gehört das ärztlich abgeklärt.

Mehr dazu: Was ist Hochsensibilität?

Wie viele Menschen sind hochsensibel?

Elaine Aron schätzte den Anteil hochsensibler Menschen in ihren frühen Studien auf 15 bis 20 Prozent; eine Studie von Lionetti und Kollegen (2018) ordnete rund 31 Prozent der Befragten der hochsensiblen Gruppe zu. Die Zahlen gehen auseinander, weil Sensibilität ein Kontinuum ist.

Muss ich zuerst einen Test machen?

Nein. Der kostenlose HSP-Test kann dir eine erste Einordnung geben, ersetzt aber keine Abklärung. Ob Hochsensibilität bei dir das eigentliche Thema ist, schauen wir im Coaching gemeinsam an.

Mehr dazu: Kostenloser HSP-Test

Geht das Coaching auch online und auf Englisch?

Ja. Online via Zoom funktioniert bei diesem Thema erfahrungsgemäss sehr gut, gerade wenn dich Anreisen schon Energie kostet. Die Sitzungen sind auf Deutsch oder Englisch; online kostet eine Sitzung CHF 130, vor Ort in Wetzikon CHF 140.

Mehr dazu: So läuft Online-Coaching ab

Ist Coaching für Hochsensible eine Therapie?

Nein. Coaching ist keine Psychotherapie. Wenn hinter der Erschöpfung etwas steckt, das ärztliche oder therapeutische Hilfe braucht, sage ich dir das – auch wenn du dann keine Sitzungen bei mir buchst.

Mehr dazu: Coaching oder Therapie?

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Du musst dich nicht gleich auf einen Termin festlegen. Ein Anruf oder zwei Sätze reichen für den Anfang.

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Deine Sensibilität ist nicht das Problem

Das Problem ist, dass dir nie jemand gezeigt hat, wie man damit haushaltet. Genau daran arbeiten wir – in deinem Tempo.

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