Erschöpfung
Ein Energieverlust, der sich durch Schlaf und freie Tage nicht mehr auffüllen lässt.
Du funktionierst noch. Aber du merkst, dass dich das etwas kostet, was sich nicht mehr von allein auffüllt. Coaching in Wetzikon oder online – für Menschen, die aussteigen wollen, bevor sie ausfallen.
Wenn du bei drei oder mehr Punkten genickt hast, lohnt sich ein Gespräch. Nicht, weil sofort etwas Dramatisches passiert – sondern weil Erschöpfung sich leise aufbaut und man sie von innen am schlechtesten sieht.
Ich hatte selbst ein Burnout. Davor war ich Entwicklungsingenieur, Projektmanager und später IT-Consultant und Teamleiter – jemand, der sich für rational und belastbar hielt. Erfolg, Ergebnisse, das nächste Ziel. Innehalten war keine Option.
Das Burnout hat mich gezwungen, nach innen zu schauen. Dabei habe ich unter anderem entdeckt, dass ich hochsensibel bin – und dass ich mich jahrelang angepasst hatte, bis ich den Kontakt zu mir selbst verloren hatte.
Ich erzähle dir das nicht, um mich interessant zu machen. Sondern damit du weisst: Ich kenne den Zustand von innen, nicht nur aus einem Lehrbuch. Und ich weiss, wie unangenehm es ist, wenn jemand mit «Du musst mal abschalten» reagiert.
Mehr über meinen Weg: Über mich
Burnout ist in der internationalen Klassifikation ICD-11 der WHO erfasst, aber ausdrücklich nicht als Krankheit. Es steht dort als «Berufsphänomen»: ein Syndrom, das aus chronischem Arbeitsstress entsteht, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Die WHO beschreibt drei Dimensionen:
Ein Energieverlust, der sich durch Schlaf und freie Tage nicht mehr auffüllen lässt.
Zynismus oder Gleichgültigkeit gegenüber der Arbeit – oft bei Menschen, die vorher besonders engagiert waren.
Die eigene Leistung fühlt sich klein an, egal wie viel tatsächlich geschafft wird.
Zwei Dinge sind daran wichtig. Erstens: Der Begriff bezieht sich laut WHO ausdrücklich auf den Arbeitskontext. Erschöpfung durch Pflege von Angehörigen oder durch eine belastende Lebensphase ist genauso real – sie heisst nur nicht Burnout.
Zweitens: Weil Burnout keine Diagnose ist, kann dir auch niemand ein Burnout «diagnostizieren». Was Ärztinnen und Therapeuten diagnostizieren, ist zum Beispiel eine Depression oder eine Anpassungsstörung. Das ist keine Wortklauberei, sondern der Grund, warum die Grenze zwischen Coaching und Therapie hier so klar sein muss.
Zur Einordnung, wie verbreitet das ist: Im Job-Stress-Index von Gesundheitsförderung Schweiz gaben zuletzt 30.3 Prozent der Erwerbstätigen an, sich emotional erschöpft zu fühlen – erstmals über 30 Prozent seit Beginn der Erhebung. Du bist also alles andere als allein damit. Mehr dazu in meinem Beitrag Burnout-Frühwarnsystem.
Coaching ist keine Psychotherapie. Ich stelle keine Diagnosen, ich behandle keine Krankheiten, und ich rechne nicht mit der Krankenkasse ab. Das ist keine Floskel im Kleingedruckten, sondern eine Grenze, die ich im Gespräch aktiv ziehe.
Wenn ich den Eindruck habe, dass du ärztliche oder therapeutische Hilfe brauchst, sage ich dir das – auch dann, wenn das bedeutet, dass du keine Sitzungen bei mir buchst. Alles andere wäre unehrlich dir gegenüber und schlecht für mein Gewissen.
In der Schweiz vergehen zwischen dem Entschluss, Hilfe zu suchen, und dem ersten Therapietermin oft Wochen bis Monate. Diese Wartezeit ist der gefährlichste Teil – man hat sich überwunden und wird dann vertröstet.
Ich kann eine Therapie nicht ersetzen, und ich versuche es auch nicht. Aber ich kann dich in dieser Zeit begleiten: Struktur geben, Entlastungstechniken üben, ansprechbar sein. Sobald dein Platz da ist, hat die Therapie Vorrang – und wenn es sinnvoll ist, arbeite ich gerne parallel weiter. Wie ich das sehe, habe ich hier aufgeschrieben: Coaching als Übergang zur Therapie.
Kein Programm von der Stange. Der Ablauf richtet sich nach dem, was du brauchst – das hier ist der rote Faden dahinter.
Wir schauen ehrlich hin: Wo stehst du gerade, was zieht Energie, was gibt welche? Und – wichtig – ob Coaching für dich im Moment das Richtige ist.
Erschöpfung entsteht selten nur durch die Arbeitsmenge. Wir suchen die inneren Automatismen dahinter: Perfektionismus, Verantwortungsgefühl, die Unfähigkeit, Nein zu sagen.
Konkrete Techniken, die zwischen zwei Terminen funktionieren – Atemübungen, Body Scan, kurze Achtsamkeitseinheiten aus dem MBSR-Ansatz.
Belastende Denkmuster erkennen, prüfen und umformulieren. Das ist der Teil, der aus der kognitiven Verhaltenstherapie kommt und im Coaching sehr gut funktioniert.
Zwischen den Sitzungen bekommst du Impulse und Übungen mit. Nicht als Hausaufgabe, sondern damit im Alltag ankommt, was in der Sitzung entstanden ist.
Meine Methoden kommen aus der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion (MBSR nach Jon Kabat-Zinn), aus dem an der kognitiven Verhaltenstherapie orientierten Coaching und aus vielen Jahren Arbeit mit Menschen in Verantwortung. Welche davon zum Einsatz kommen, entscheidet sich an dir – nicht an einem Manual.
Der beste Zeitpunkt für ein Gespräch ist der, an dem du noch die Kraft hast, eines zu führen. Melde dich – wir schauen gemeinsam, was du gerade brauchst.
Dein Fortschritt ist meine Freude.